Pressemitteilung 16.10.2014

Wir wurden darin gestoppt, unsere Vorbereitungen für den Winter zu treffen. Gleichzeitig wurden wir darüber informiert, dass, falls wir unsere Vorbereitungen für den Winter weiterführen, wir in die Gefahr der Räumung des Camps laufen.
Nun stehen wir vor dem Risiko, den Winter ohne Schutz vor den kalten Temperaturen überstehen zu müssen.
Wir möchten nicht mehr Informationen über das oben stehende geben.
Wir, die Geflüchteten vom Weißekreuzplatz Hannover, geben folgendes bekannt: Wir schätzen die Haltung der Leitung der Polizei dem Camp in dieser kritischen Saison gegenüber.
Es ist uns sehr klar, dass es Kreise in Hannover gibt, die versuchen, unserem Camp gegenüber Druck aufzubauen, um die Atmosphäre zu verderben und uns Geflüchtete in einen Konflikt mit der Polizei zu treiben, um dieses Camp zu beenden und zu entfernen.
Dieser Druck endet damit, uns in eine Ecke mit drei Optionen zu drängen: entweder wir können uns weiter auf den Winter vorbereiten und uns somit auf einen Konflikt mit der Polizei einstellen, wir können unser Camp selbst beenden und wieder in unsere Lager zurückkehren, oder wir werden den Winter ohne Schutz vor der Kälte an unserem Camp überstehen.
In diesem Fall möchten wir noch einmal an unsere politische Strategie erinnern: Nein zu Auseinandersetzungen mit der Polizei, Ja zur Offenheit und Zusammenarbeit.
Wir verurteilen diese Handlungen die suggerieren, dass Geflüchtete in dieser Stadt nicht willkommen sind. Und wir stellen uns selbst die Frage, wer dafür verantwortlich ist?
Ist es die Position der Landesregierung in Niedersachsen?
Wurde dies von Politikerinnen und Politikern von der SPD, den Grünen oder der CDU in die Wege geleitet?
Ist es die Position des Bürgermeisters von Hannover und der Stadtverwaltung?
Hat es etwas mit wirtschaftlich einflussreichen Geschäftspersonen zu tun?
Passiert es, weil sie Anwohnerinnen und Anwohner des Weißekreuzplatz beschwerten?
Ist dies die Einstellung der Zivilgesellschaft in Hannover?
Uns ist unsere Position bewusst und wir werden nicht in eine Auseinandersetzung mit der Polizei gehen. Wir werden dem Winter ohne jeglichen Schutz entgegen treten und weiter für unsere Rechte protestieren. Der Winter wird gehen, der Frühling wird kommen.
Wir werden Briefe an alle oben genannten Amtsträgerinnen und Amtsträger senden, um sie zu bitten, ihre Situation zu diesem Problem zu klären.
Die Fragen der Menschenrechte, Würde und Freiheit haben nichts mit Sommer oder Winter zu tun. Statt Lösungen für diese klaren Fälle der Diskriminierungen zu finden, sagt Hannover uns: „Ihr seid hier nicht willkommen.“ Und nicht nur das, Hannover sagt: „Dafür seid ihr herzlich eingeladen, diesen Winter am Weißekreuzplatz zu sterben!“

Wir sind hier und wir werden kämpfen.
Unser Recht. Genau hier. Genau jetzt.

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