Die Situation im Sudan

Die Situation im Sudan und warum wir von dort fliehen

Nach Besetzung durch Ägypten, einem Freiheitskampf und der Rückeroberung durch anglo-ägyptische Besatzungen war der Sudan bis 1953 faktisch eine britische Kolonie. Im Jahre 1958 konnte sich die Republik Sudan bilden, es folgten 17 Jahre voller Putsche, Bürgerkriege und instabile Koalitionen. 1981 formierte sich eine islamistische Regierung, diesem Vorgang folgte 1983 die Einführung der Scharia als Gesetzgrundlage im ganzen Sudan. Die Regierung des damals autonomen Südsudans wurde aufgelöst, es kam erneut zu Bürgerkriegen und einem weiteren Militärputsch. So herrschte im Sudan von 1983 bis 2005 durchgängig Bürgerkrieg. Auch wenn es 2005 ein Friedensabkommen zwischen der Regierung und der größten „Rebellen-Gruppe“ gab, das dazu führte, dass der Südsudan als unabhängiger Staat gilt, hat sich die alltägliche Situation im Sudan nicht verbessert.

Der Sudan heute

Der Nordsudan wird von Umar Hasan Ahmad al-Baschir, einem kriminellen Diktator, regiert. Er und die drei weiteren Mitglieder der regierenden Strukturen werden durch den Internationalen Gerichtshof (ICC) gesucht. Das politische System im Sudan basiert auf der Ideologie muslimischer Extremisten, die die Scharia als Grundlage ihrer Gesetze nutzen. Dadurch wird die sudanesische Bevölkerung, besonders jedoch Frauen, in ihren Menschenrechten stark beschnitten.

Derzeit gibt es fünf Konflikt-Zonen im Sudan: Blue Nile, Süd Kordofan, Darfur, Abyii und (Südsudan), das hat zufolge, dass der UN Sicherheitsrat die Situation im Sudan als eine Gefahr für den Frieden und die Sicherheit auf der Welt ansieht. Dies wurde in mehreren Resulotionen erfasst. Auch die UN- Kommission für Menschenrechte berichtet, dass sich die Situation im Sudan verschlechtert.

Deutschlands Rolle

Deutschland arbeitet mit dem Diktator Umar Hasan Ahmad al-Baschir eng zusammen. Somit unterstützen sie die menschenunwürdige politische Situation im Sudan für die gesamte Bevölkerung. Darüber hinaus wird auch der deutsche Waffenhandel in den Sudan nicht gestoppt.

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) erkennt sudanesische Flüchtlinge nicht als politische Flüchtlinge an. Obwohl die Situation in unserer Heimat so schrecklich ist, dass wir täglich Angst um unser Leben hatten, und obwohl auch offensichtlich ist, dass die deutsche Regierung die Situation vor Ort verschärft, werden wir hier weiter unterdrückt, statt den Schutz zu bekommen, der uns zustünde, wären wir als politische Flüchtlinge anerkannt.

Unser Recht. Genau hier. Genau jetzt.

 

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